Daniela Kinzel-Beiswanger                         die wilden Jungs vom Güster Acker      

            

 

 

 

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Charlys Rache

Seit wir unseren Wintergarten haben, können Bosse und Pelle auch in der kalten Jahreszeit genauestens beobachten, was sich vor “ihrem” Zaun den ganzen Tag über so tut, bzw. sie hören auch im Dämmerschlaf noch „die Flöhe husten“, wenn wir Menschen noch nicht einmal eine Ahnung davon haben, wer oder was demnächst um die Ecke kommt und sich an unserer Zaunseite zur Straße hin die Ehre geben wird. Die Jungs sind dann nicht mehr zu halten und starten im Duo durch in den Garten.

Dann beginnt mit großem Getöse ein heftiges Getue am Zaun und das bei allen Rüden so beliebte Spielchen geht dann so: der unverschämte, meist männliche Hundebesuch draußen rast wie angestochen außerhalb des Zaunes auf dem Bürgersteig die ca. 30 m auf und ab, ebenso blind und aufgeregt düsen die Jungs innerhalb des Zaunes Seit’ an Seit’ auf dem schmalen Streifen zwischen Wall und Zaun die ca. 30 m auf und ab. 

Jeweils an den Grundstücksecken, wenn das Gerenne nach den ca. 30 m steckenbleibt, wird intensiv von innen geknurrt und  von draußen gebellt  und weiter geht die bekloppte Hetzjagd... wenn nicht in dem Gerangel ein Pfahl schlappmacht und der völlig außer sich geratene Bosse blitzschnell rüberhüpft und z.B. den besonders beharrlichen Charly in die Backe kneift.

Charly ist ein großer, kurzhaariger Schäferhundmix mit ohne Schwanz und hoffnungslos basenji-süchtig. Er kann es einfach nicht fassen, daß die Blödmänner mal nicht da sind, wenn ER vorbeikommt. So ist es auch schon passiert, daß er in vollem Tempo auf der gegenüberliegenden Straßenseite neben seinem Herrchen auf dem Rad herlaufend, immer mit dem Kopf seitlich zu unserem Grundstück hin, frontal full speed gegen einen dort aufgebauten Gehwegplattenstapel gedonnert ist. Ein paar Tage lang hatte er ganz schön Schlagseite...Aber dadurch läßt Charly sich nicht abschrecken – neulich waren diese dösigen Basenjis wieder nicht gleich sichtbar zur Stelle, um das tolle Zaunrennmatch zu spielen – während er das noch mit seinem Herrchen durchdiskutierte und nicht einfach so unverrichteter Dinge weitergehen wollte, setzte er sich zum Warten ersteinmal mit seinem Hinterteil ganz dicht an den Zaun. Irgendwie muß er nicht gleich bemerkt haben, daß der geifernde Bosse sich näherte, jedenfalls hat ihm der Bosse durch den Zaun herzhaft in den Po gebissen ! 

Aber, Rache ist Blutwurst und Charley bekam seine Chance: am Sonntagmorgen leisteten die Jungs ihrem Herrchen beim eigentlich langweiligen Bäumekappen ein bißchen Gesellschaft und  e n d l i c h  kam der erste Zaunbesucher das Tages vorbei. Wieder das alte Spielchen: 30 m wildes Gerenne, Geschnaufe, Geknurre auf beiden Seiten des Zaunes, doch heute hatte Bosse bei der Wende am Grundstückende wirklich den Bogen überspannt:

Quetscht die Birne durch das enge Zaunloch und bleibt stecken! Diese Gelegenheit ließ Charley sich natürlich nicht entgehen und verpaßt Bosse einen mutigen Biß in die Backe. Irgendwie hat der Bosse es dann doch wieder geschafft, den Kopf zurückzuziehen und wir konnten erst viel später feststellen, was er eigentlich an Brüschen abgekriegt hatte.

Bevor ich überhaupt mein Desinfektionsspray herausgekramt hatte, um von dem sehr weinerlichen und empfindlichen Bosse eh abgewiesen zu werden, war Doc Pelle zur Stelle. So ruppig und rangverteidigend die Beiden auch untereinander sonst sein mögen, wenn einer krank oder verletzt ist, pflegt und putzt ihn der andere rührend liebevoll und ausdauernd. Doc Pelle hatte die Wunde über dem Auge schon sauberschleckt, gnibbelte noch hier und da Bosses Fellchen glatt und schon war die Erste-Hilfe-Aktion über die Bühne...

Im Moment sieht Bosses edles „Anubis-Profil“ eher aus wie das der frommen Helene...

 

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