Daniela Kinzel-Beiswanger                         die wilden Jungs vom Güster Acker      

            

 

 

 

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Die Osterüberraschung oder die zyclamfarbene Kuschelhöhle

So verschieden unsere Hunde sind, so unterschiedlich waren auch die Wege auf denen sie zu uns kamen :

Unseren Bosse haben wir so richtig konventionell  „erworben“ und uns bestens lang und breit, rauf und runter informiert und gekümmert. Unsere Wunschzüchterin wohnt in Sindelfingen und dort haben wir den Bosse auch im Herbst vor 6 Jahren „bestellt“. Nach echter Urhund-Manier werden Basenji-Hündinnen nur einmal im Jahr – meist im Herbst – läufig und die Lütten kommen dann ab Mitte Dezember eines Jahres auf die Welt. Die Wartezeit bis zum Anruf unserer Züchterin Anfang Januar kam uns unglaublich lang vor, um so größer war dann die Freude zu hören, daß einer der drei männlichen Welpen unser Bosse werden sollte.

Wir hatte vereinbart, daß die Züchterin den Ihrer Meinung nach für uns am besten geeignetsten Basenji-Buben aussuchen sollte. Anfang Februar konnten wir eine Geschäftsreise nach Süddeutschland mit einem Abstecher nach Sindelfingen zur ersten Welpenbesichtigung verbinden und waren völlig von den Socken :

Die drei Kleinen wuselten im Hundekinderzimmer zwischen Spielzeug, Schlafkiste sowie Mutter, Oma und Onkel hin und her, daß man den Eindruck hatte, mindesten dreimal soviele Welpen um sich herum zu haben. Wir saßen alle auf dem ausgelegten Fußboden und amüsierten uns über diese entzückenden Quatschmacher. Während einer brav wie ein Hundemädchen auf allen 4 Beinchen in die mit Zeitungspapier ausgelegte Pipi-Ecke pieselte, demontierte der andere halbwegs in rekordverdächtigem Tempo unsere Schuhbänder und der wurde vom vielen Knabbern an meinen Ohrringen und Herumflitzen schlagartig so müde, daß er sich unter meinen  dicken zyklamfarbigen Winterpullover bohrte und dort einschlief.

Dort blieb er auch die restlichen Stunden unseres Antrittsbesuchs über, selbst als wir uns an den Abendbrotstisch setzten, schnarchte er friedlich auf meinem Schoß weiter..

Einige Zeit nachdem wir unseren Bosse dann schon nach hause geholt hatten, habe ich unsere Züchterin gefragt, nach welchen Kriterien sie denn den Bosse für uns ausgesucht hat. „Ach“ war die Antwort „daß war ja wirklich ganz leicht – schließlich hat der Bosse sich ja Euch ausgesucht! Ihr habt natürlich den Welpen bekommen, der stundenlang in der zyklamfarbenen Kuschelhöhle geschlafen hat.“

Der Pelle hingegen kam zu uns als echte Osterüberraschung, mitten hinein in unsere Umbauarbeiten in unserem neuen Haus und den Umzug von Reinbek nach Güster :

Mein Mann und mein Sohn hämmerten gerade ein überflüssiges Mäuerchen um, als ich wundersamerweise trotz des Riesenlärms und noch größeren Staubaufkommens im Hause das Telefon läuten hörte und auch wiederfand. Unsere Züchterin war dran und sie hatte diesen leicht verschwörerischen Ton in der Stimme: „ Sag mal, wolltet Ihr nicht immer schon einen zweiten Basenji? Einen Rüden? Einen Rotweißen? Meine Züchterkollegin hätte gerade überraschend einen da! Und überhaupt läuft ja der zweite Basenji erziehungstechnisch eh so nebenbei mit!“ 

Da hatte eine Familie einen Basenji „bestellt“, ein Jahr lang darauf gewartet und den kleinen Hund nach einem Wochenende wieder an die Züchterin zurückgegeben. Nun sollte der Welpe schnell in eine „basenji-erprobte“ Familie, die ihn auch wirklich bei sich behält und er nicht noch einmal seine neue Familie aufgeben muß. Da in dieser Welpenprägungsphase quasi jeder Tag wichtig ist, sollte das nun auch noch superschnell passieren.

B Ä N G  ! Machte der große Hammer an dem überflüssigen Mäuerchen: da haste den Salat ! Wenn ich das jetzt meinem Mann erzähle... B ä n g – B ä n g! Bekanntermaßen haben wir uns dann doch umgehend für den kleinen Lagerposten entschieden. Die beiden Züchterinnen haben dann aber auch eine Super-Pelle-Anlieferaktion organisiert: eine andere Hundefreundin nahm den Lütten auf ihrer Autofahrt in den Norden mit an Bord und Pelle reiste äußerst edel im eigenen Transportkorb zusammen mit zwei eleganten Saluki-Damen im Kombi an.

Eine Woche lang arbeiteten und „wohnten“ wir vor unserem endgültigen Umzug noch mit unserem Neuen zwischen Kisten und Kartons, der sich total lieb ins Chaos hineinfand und dessen einziges Problem die vielen offenen Treppen in unserem alten Reihenhaus waren. Bosse hatte sicherlich die Hauptarbeit zu leisten, spielte unendlich geduldig mit dem nimmermüden Welpen und ließ ihn auch ganz briefmarkig zum Schlafen bei sich ankuscheln in all dem Umzugstrubel.

Treppensteigenlernen mußte der Pelle nicht mehr, denn das neue Zuhause hat keine Stockwerke, dafür aber einen großen Garten zum Toben...

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