Daniela Kinzel-Beiswanger                         die wilden Jungs vom Güster Acker      

            

 

 

 

                 Home

                        

Afrikanische Waldgeister

Kennen Sie Basenji?

Die Osterüberraschung

An easter surprise

Sylt find ich doof

Bosse und das Kälbchen

Genau das richtige Werbegeschenk

Delphine im Kornfeld

Das Blutwanzenbuch

Der Teppichschoner

Die mit den Schafen singt    

Der Flug des Plopvogels

Nachtschicht für das Eichhörnchen

Hasenfuß

Pelle der Kompostkiller

Return to sender

Das Wildschweinwäldchen

Klärzi's Brathering

Schneemarathon

Silberrippchen

Rocky Balboa

Pelles Tauch-Crashkurs

Leben und Sterben

Charlys Rache

Falscher Hase

Frühsport mit Charly

Der Stichtag

Der Zauber d. Knusperpille

Die mit den Schafen singt

Heute Morgen war es zum größten Teil nebelig, feuchtkalt und nur ca. 3 Grad "warm" und ich fand den Morgenspaziergang überhaupt nicht witzig. Ich kann die Jungs im Moment nicht von der Leine lassen, weil die große "Umpark-Schafherde mit Zickeneinlage" gerade wieder am Kanal residiert. Die sind zwar in einem Elektropferch, aber die Böckchen sehen wild entschlossen aus... Eine richtig witzige Großherde ist das, zum Glück ohne Hundebewachung (die kommen wohl nur dazu, wenn das Schafsvolk bewegt werden soll),  wo kein Schaf dem anderen ähnelt.

Ich habe zwar keine Ahnung von Schafdesign, aber da gibt’s langhaarige Helle, Zottelige vergilbte mit rosa Schnäuzchen, kurzhaarige dunkle Dauerwellen-gelockte in richtiger Wuschelwolle und kurzhaarige mit Kringellocken mit behaarten länglichen und auch stummeligen Schwänzchen usw. Auch ein dunkelbrauner dicker Ziegenbock mit Kleinfamilie in hellgesprenkelt ist dabei. Wir müssen immer an drei Seiten der Wiese vorbei, so daß ich mir auch die Schafsgesichtert angucken kann: manche haben sogar SOMMERSPROSSEN!

Jedenfalls weiß ich jetzt, warum auf dem Kanalweg ganz viele kleine Pillen und vergleichsweise dicke große Bollen liegen, bei so viel verschiedenen Kanal-bewuchsfrisuren....

Bosse tut immer so, als gehöre ihm die ganze Herde und markiert demonstrativ per Klops rund um die Einzäunung herum. Pelle sind die vielen Wuschels unheimlich, er flähmt zwar intensiv, traut sich aber zum Glück nicht zu dicht an die Wollträger heran.

Als ich auf der dritten Seite der Wiese längs ging, fingen die Schafe plötzlich an, sich für uns zu interessieren und wie verzaubert versammelten sich die x-hundert kunterbunten Schafe auf unserer Zaunseite. Ein echt witziger Anblick, alle Schafschnäuzchen in unsere Richtung, aufmerksam grasmampfend und ein auch bißchen ängstlich.

Mittendrin der dicke Ziegenbock plus Gattin und zwei Minis und plötzlich fangen die doch das Chorsingen an! Mähmäh-hier, Mähmäh-da, piepsiges Mähmäh und tiefes Bass-Mähmäh, ausgewogene Mitteltöne auch von seitlich hinten und ganz vorne. Da hab ich mich kurz umgeschaut, ob auch keiner mich sieht und habe mitgemäht, hoch und tief, laut und leise und die musikalischen Schafe machten ganz lieb weiter mit.

Wenn sich Hunde an die Stirn tippen könnten, hätte zumindest Bosse das wohl gern getan, er guckte zu mir hoch und die Faltenstirn war noch gerunzelter als sonst.

Die Schafe folgten uns innerhalb des Zaunes noch bis zur Ecke und dann konnte ich mich leider nicht mehr mit denen abgeben, denn als wunderschöner Abschluß unseres anregenden Morgenspaziergangs flogen über uns die beeindruckenden Kraniche, die seit ein paar Tagen immer um diese frühe Stunde in unterschiedlichen Formationen hier eine Zwischenmahlzeit einlegen.

An manchen Tagen ist der Herbst auch richtig schön.....

 

nach oben         Home