Daniela Kinzel-Beiswanger                         die wilden Jungs vom Güster Acker      

            

 

 

 

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Kennen Sie Basenji                                                      

Seit wir stolze Basenji-Hundeleute geworden sind, hat ein echt aufregendes Leben für uns begonnen.

Da wir aus gesundheitlichen Gründen nach langen Jahren des Zusammenlebens mit einer sehr unabhängigen Hauskatze keine weiteren Katzen mehr haben durften, fuhren wir voll auf die Erzählung von Freunden über den sogenannten „Allergiker-Hund“ ab, die uns die Möglichkeit eröffnete, doch wieder einen tierischen Hausgenossen mit Fellkleid haben zu können.  

Wie schön für ehemalige Katzenleute zu hören, daß Basenjis nicht bellen, naß nicht stinken und kein bißchen hündisch unterwürfig sein sollen – so einer sollte es sein!

Und siehe da: wenn man wirklich etwas umsetzen will, kommt man auch da hin, wo man hin muß,  obwohl es 1993 für Menschen aus Norddeutschland noch gar nicht so einfach war, überhaupt einmal einen Basenji LIFE zu sehen.

Unsere erste Begegnung mit diesen eleganten Hunden beeindruckte uns so sehr, daß wir uns schon recht bald unseren schwäbischen Bosse abholten – eine der bemerkens-wertesten Autofahrten unseres Lebens! Schon auf der Rückfahrt lernten wir, daß ein Rastplatz nahezu unerschöpflich viele anregende Düfte bietet und tausende von vermeintlich eßbaren, auf dem Boden liegenden Gegenstände.

Vom ersten Autobahnrastplatz an veränderten wir unsere Körperhaltung nachhaltig: was für dämliche Hundewerbespots- und filme es doch gibt! Die lustwandeln da so durch die Gegend – wir wechselten ab sofort zwischen dem prüfend warnenden Erdbodenblick und dem langhalsigen Horizont-Abcheck-Blick – immer bemüht, etwaige Überraschungen f r ü h e r  als unsere cleveren Hunde zu sehen !

Die ersten 3 Jahre mit unserem Bosse boten uns bestimmt jede mögliche Freude, die man mit Hunden erleben kann, aber vermutlich auch fast jeden Schreck, verursacht durch wilde endlose Rehverfolgungsjagden bis hin zur „Fastzerlegung durch einen Neufundländer“ und die damit verbundenen Ängste.

Dieses Basenji-Feeling konnten wir noch steigern durch die Aufstockung unseres Rudels durch den kleinen Pelle, der ‚umständehalber’ mitten in unsere Umbau- und Umzugswirren hineinplatzte und ohne großen Aufwand  Bosses Superkumpel wurde.

Die beiden haben sich gesucht und gefunden und lieben sich prinzipiell vetterlich, am Anfang ließ sich der Bosse sogar seine geliebten Stinkestangen von Pelle klauen – wir fanden das blöd – aber mittlerweile haben die Beiden ihre Rituale abgeklopft und sind sich meistens einig.

Im Hause - anfangs im Rahmen diverser Flitzanfälle - entweder wild über sämtliche Sessel und Einrichtungsgegenstände tobend, kuscheln und rekeln sich die Jungs heutzutage nach ausgedehnten Spazier(läufen)gängen (unsere Hunde gehen nie, sie sind immer auf Trab) genießerisch auf ihren Schlafplätzen, putzen sich gegenseitig oder träumen Schulter an Schulter oder Po an Po von ihren Erlebnissen auf den umliegenden Äckern. Und da passiert ’ne Menge:

Bosse und Pelle interessieren sich nämlich grundsätzlich für alles, was sich bewegt: Rehe, Hasen, Füchse, Jogger, Autos, Radfahrer, Trecker etc., finden alles, was gut stinkt und machen größenwahnsinnig jeden Rüden an – egal wie groß! Die einzige natürliche Grenze ist der Kanal, aber nur im Sommer! Wenn der im Winter gefroren ist, trauen sich die Buben auch schon mal aufs Eis. Pelle ist auch schon einmal hineingefallen...

Nasse, kratzige Maisfelder können sie auch nicht leiden, obwohl da im Sommer ja die interessanten Gerüche von Wildtieren locken. Dafür mögen sie sich bei sonnigem Wetter gern auf ihren Gartenaussichtsplätzen rumfläzen und genauestens beobachten, wer sich aufregenderweise so frech ihrem Grundstück nähert.

Im Winter ist alles abgeerntet und nach Auffassung der Jungs freigegeben für die Basenji-Hatz! Freie Sicht bis zum Nordkap.... und wir finden unsere Hunde stundenlang nicht wieder, wenn wir sie lassen! Sie sind sich selbst genug und total resistent gegen jeden Lockruf – nur das wegfahrende Auto kann sie noch anlocken. Wir sind uns sicher, daß die beiden immer genau wissen, wo wir sind – nur wir haben keinen Schimmer und letztlich auch keinen Nerv auf stundenlange Suchaktionen!

Wenn sie doch mal den Überblick verlieren sollten, absorbieren sie diesen, besonders bei Nebel, fürchterlich unheimlich klingenden Orientierungsruf aus dem Off und tauchen dann umgehend wieder beim Rudel auf.

Jedenfalls sind wir mit unseren anstrengenden Hunden sehr froh und möchten sie nicht missen!

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