Daniela Kinzel-Beiswanger                         die wilden Jungs vom Güster Acker      

            

 

 

 

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Unsere erste handwerkliche Maßnahme nach unserem Einzug in Güster war die Errichtung einer basenjisicheren Einzäunung unseres Grundstücks. Wie  hoch und wie dicht dieser Rundumzaun letztendlich sein mußte, lernten wir erst nach und nach.

Da diese sportlichen Basenjis nämlich ohne Anlauf ansatzlos, quasi direkt aus dem Stand über einen normalen Gartenzaun springen können, hieß es schon bald: Höhe aufstocken!

Dann schlüpfte Pelle als Welpe mit einem Seufzer der Verzweiflung auch schon mal durch die Jägerzaunlöcher hindurch hinter seinem Bosse her, wenn der mit Herrchen allein zum „Erwachsenen-spaziergang“ aufbrach, also: Maschendraht vor die-se Zaunöffnungen!

Als die nette Nachbarshündin vorbeiflanierte, nutzte Bosse nun aber die Pelle-Durchschlüpfsicherung als Zaunüberwindungskletterhilfe und setzte aus Frust, die tolle Dame nicht wiedergefunden zu haben, einen Klops in einen Nachbargarten.  Die Folge: nochmals Höhe aufstocken!

Eine Weile war’s in Ordnung, bis zu dem Spätsommertag, an dem Herrchen anfing, unsere hintere Walachei auszuforsten; Tagelange härteste Rodungsarbeiten auf dem völlig zugewachsenen Wall führten dazu, daß die Jungs plötzlich ganz neue Ausblicke bekamen. Jetzt konnten sie jeden einzelnen Passanten - und vor allem die Lieblingsfeinde = alle  R ü d e n - nicht nur Stunden vor dem tatsächlichen Auftauchen hören und riechen, sondern auch sehen! Und das konnte Bosse ganz besonders gut.

Alles ganz friedlich und normal, wir pusseln im Garten herum und der Bosse liegt auf der Lauer und beobachtet genau, wer da an seinem Territorium vorbeikommt. Plötzlich Radau und Bellen von draußen, ich schau von meiner Arbeit auf, will wissen, was los ist und bekomme zur Antwort:„ Ähhhhh, ..........ich glaube, der Bosse kam eben über den Zaun geflogen!“

Wie jetzt? Über welchen Zaun denn?  Und wieso geflogen? Und wenn überhaupt, wer hat ihn geworfen?

Die Antworten auf diese Fragen bekamen wir am nächsten Tag.

Einer unserer Nachbarn war wie immer mit seinem Hund auf dem Rad an unserem Grundstück vorbeigefahren, nur leider sah Stinkstiefel Bosse heute auch, wer da vorbeifuhr.

Die Begeisterung darüber schien nicht nur seinen Blick nochmals zu schärfen, sondern ihm auch Flügel zu verleihen und so fand er die allerletzte Sprungschneise über den Zaun,  flog auf die andere Seite und landete wie aus Wolken gefallen dem Nachbarn und dessen Hund direkt vor die Füße.

Geistesgegenwärtig und äußerst sportlich schaffte es Herr X., sowohl sein Fahrrad als auch seinen Hund festzuhalten und gleichzeitig den geifernden Bosse zu schnappen und zurück über den Zaun auf unser Grundstück zu werfen. Dann fuhr er kommentarlos seines Weges............

Das alles geschah innerhalb weniger Sekunden.

Wir waren ganz schön von den Socken und kauften sofort erneut eine ausreichende Menge Latten und Zaun, um auch an dieser Stelle für Frieden zu sorgen.

Bis wir dann endlich unseren schönen, neuen Zaun bekommen, sieht’s zaunmäßig um unser Grundstück herum aus wie auf Alcatraz.

 

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